Anfang 2026 haben wir in einer Analyse zur Finanzierung von Rechenzentren („AI Data Center Boom“) darauf hingewiesen, dass die Energieversorgung zum nächsten Engpass im Ausbau der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) werden könnte.
Hier untersuchen wir, wie sich ein solches Szenario auf die Unternehmensanleihemärkte auswirken würde.
Auf einen Blick:
- In den vergangenen zwei Jahren hatten die Märkte vor allem die erste Kapazitätsgrenze des KI-Zeitalters im Blick: Rechenleistung. Auf die Vorstellung von ChatGPT im November 2022 folgte ein beispielloser Ausbau der KI-Infrastruktur, die Nachfrage nach Halbleitern, Rechenzentren, Netzwerkausrüstung und Cloud-Kapazitäten stieg sprunghaft an.
- Heute rückt die Stromversorgung für diese Rechenleistung in den Fokus: Im Zeitalter Künstlicher Intelligenz steigt der Strombedarf, doch physische Lieferengpässe und langsame Genehmigungsverfahren stehen dem Einsatz von Kapital entgegen, das zur Finanzierung entsprechender Kapazitäten notwendig wäre.
- Finanzierung der KI-Infrastruktur: Ein längerer Finanzierungszyklus der Energieversorger hätte nicht nur Auswirkungen auf deren Kreditrisikoaufschläge, sondern auch auf die technischen Rahmenbedingungen des Investment-Grade-Marktes. Aktiver Wertpapierauswahl kommt daher große Bedeutung zu.
